Hans Rott - Seine Musik


Aktualisiert am
8. Januar 2012
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Hans Rott erregte das Interesse der Musikwelt im Jahre 1989 nach der Uraufführung seiner von Paul W. Banks wiederentdeckten, 1880 vollendeten Symphonie Nr. 1 E-Dur. Ihr Kopfsatz war 1878 bei einem Kompositionswettbewerb trotz Bruckners Gegenvotum erfolglos geblieben. In dem für einen 21jährigen beachtlich reifen Werk, erklingen neben Wagner-, Bruckner- und Brahms-Anklägen auch Themen, die aus dem erst Jahre später einsetzenden symphonischen Schaffen Mahlers bekannt geworden sind.

Mahler, der die Symphonie kannte und nachweisbar Zugang zum kompositorischen Nachlass Rotts hatte, erkannte den in Vergessenheit Geratenen zwar als "Begründer der neuen Symphonie ..., wie ich sie sehe", an. Von einer Aufführung der Rott-Symphonie mit den Wiener Philharmonikern nahm er jedoch letztlich Abstand.

Rotts Œuvre geht jedoch weit über diese Symphonie hinaus, zumal er schon vor 1874 zu komponieren begonnen haben dürfte. Von etwa 80 (zum Teil nur in Skizzenform nachweisbaren) Kompositionen sind rund 25 in aufführbarem Zustand überliefert; etliche Werke, darunter ein Streichsextett und wesentliche Teile seiner Zweiten Symphonie, hatte Rott fast vollständig vernichtet. Sämtliche bekannten Kompositionen befinden sich in der Musiksammlung der Österreichischen Nationalbibliothek in Wien. Inzwischen sind fast alle aufführbaren Werke ediert und verlegt (genauere Informationen hierzu bei den Angaben zu den jeweiligen Werken).

Obwohl Rott mitunter sehr deutlich durch seinen Lehrer Anton Bruckner einerseits und die Musik Richard Wagners andererseits beeinflusst wurde, gelingt es ihm, erkennbar Eigenes zu schaffen, das seiner Zeit zum Teil weit voraus ist. So werden insbesondere im ersten Teil des Pastoralen Vorspiels und im Winterlied impressionistische Tendenzen erkennbar - Jahre früher als bei Debussy oder Ravel. Die Doppelfuge des Pastoralen Vorspiels wiederum klingt wie eine Vorwegnahme der Musik Max Regers.

Neben der inzwischen in Europa und Amerika sehr oft gespielten Symphonie Nr. 1 E-Dur erlebten bisher die Symphonie für Streichorchester, das Pastorale Vorspiel, das Vorspiel zu "Julius Cäsar", das Streichquartett c-Moll und weitere kammermusikalische Werke, Lieder und Chöre ihre Uraufführung. Die Premiere der Suite E-Dur wird für 2005 erwartet.

Einspielungen gibt es bislang von der Symphonie Nr. 1, dem Pastoralen Vorspiel, dem Orchestervorspiel, dem Vorspiel zu "Julius Cäsar" und dem Streichquartett c-Moll.

   
Mehr zu Hans Rotts Musik:  
Werkverzeichnis Ein Vorspiel zu Julius Cäsar (Frank Litterscheid)
Verzeichnis der aufführbaren Werke "Lachen Sie nicht, meine Herren ..."
Zur Uraufführung des "Pastoralen Vorspiels für Orchester" von Hans Rott (Thomas Leibnitz)
CDs Hans Rott (Eckhardt van den Hoogen)
Zur Entstehungsgeschichte der Symphonie Nr. 1 E-Dur
(Bert Hagels)
"... ein intensives Talent ..." (Walter Weidringer)

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