Hans Rott-Newsletter 11 (April 2005)


Aktualisiert am
8. Januar 2012
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1. Neue CD: Symphonie für Streichorchester und Streichquartett c-Moll

Etwas später als ursprünglich erwartet ist nunmehr die 10. CD mit Musik von Hans Rott erschienen. Sie konzentriert sich ganz auf Rotts Kammermusik:

Die Ersteinspielung der Symphonie für Streichorchester As-Dur - eines Frühwerks - durch die Streicher des Philharmonischen Orchesters des Staatstheaters Mainz unter der Leitung von Enrico Delamboye ist sowohl klanglich als auch interpretatorisch gelungen. Diese Aufnahme der Deutschen Erstaufführung im März 2004 ist auch für die Mitglieder der Internationalen Hans Rott Gesellschaft, die mit der Jahresgabe 2004 u.a. einen Mitschnitt der Uraufführung durch die Cappella dei Giovani erhalten hatten, reizvoll, denn diese Interpretation hat einen gänzlich anderen Ansatz.

Die Aufnahme des Streichquartetts c-Moll mit dem Mainzer Streichquartett hat ebenfalls hohes Niveau. Sie muß den Vergleich mit der kürzlich erschienenen Einspielung des Mandelring Quartetts nicht scheuen, zumal die Mainzer interpretatorisch häufig deutlich andere Wege gehen.

Die CD ist bei Acousence erschienen (ACO-CD 20205) und dort erhältlich. Mitglieder der IHRG können diese CD und weitere Tonträger zu sehr günstigen Sonderpreisen beziehen; Details finden Sie in der QUARTE.

Ausschnitte und weitere Informationen unter www.hans-rott.de/cdmz2.htm .

2. Uraufführung der Suite E-Dur

Am 12. April 2005 erlebte Hagen/Deutschland die weltweit erste öffentliche Aufführung der Suite E-Dur. Das von Hans Rott für die Kompositionsprüfung am 27. Mai 1878 geschriebene zweisätzige Werk gehört wohl zu seinen schönsten Kompositionen. Die überzeugende Darbietung des Philharmonischen Orchesters Hagen unter der Leitung seines jungen Generalmusikdirektors Antony Hermus kam beim Publikum sehr gut an.

Im Anschluß an die Suite (zuallererst wurde Haydns Sinfonie Nr. 22 Es-Dur "Der Philosoph" gespielt) folgte eine weitere Premiere: Erstmals konnte das Hagener Publikum Gustav Mahlers Erste Symphonie in der Hamburger Fassung von 1893 hören. Im Vergleich zur bekannten Spätfassung waren etliche Unterschiede in der Instrumentation zu erkennen. Die auffälligste Abweichung war jedoch der zusätzliche "Blumine"-Satz, der sich zwischen dem ersten und dem (jetzigen) zweiten Satz befindet.

Jörg Rothkamm wies im Rahmen der Einführung und im Programmheft auf die motiv-thematischen Bezüge von Mahlers Symphonie auf die E-Dur-Suite von Rott hin. Am auffälligsten ist, daß das Choralthema, das im Finale von Mahlers Symphonie (unter anderem) ab Takt 388 in den Hörnern erklingt, nahezu identisch mit der ersten Hälfte des Hauptthemas von Rotts Suite ist. Dies betrifft sowohl Intervall- als auch Rhythmusfolge; Mahler hat nur eine Note zu Beginn hinzugefügt. Rothkamm wirft daraufhin die Frage auf, ob Rott der von Mahler angesprochene Held in dieser Symphonie sein könnte.

Mehr zu dieser Frage, zum Werk im allgemeinen und zu seiner Uraufführung in einer der nächsten Ausgaben der QUARTE.

Sehr erfreulich ist schließlich, daß das Konzert mitgeschnitten wurde und die beiden Werke von Rott und Mahler auf CD erscheinen sollen. Sobald ein Veröffentlichungstermin absehbar ist, werden wir Sie informieren.

3. Uraufführung von Klavierwerken

Wie wir erst kürzlich erfahren haben, hat der italienische Pianist Gregorio Nardi am 15. September 2004 in Florenz nahezu sämtliche aufführbaren Klavierkompositionen Hans Rotts sowie einige Fragmente erstmalig öffentlich zu Gehör gebracht. Auf dem Programm standen neben 13 Werken Rotts Kompositionen von Robert Schumann, Richard Wagner, Anton Bruckner, Hugo Wolf, Arnold Schönberg und Alexander von Zemlinsky. Die Mitglieder der Internationalen Hans Rott Gesellschaft werden in der nächsten Ausgabe der QUARTE genaueres über das Konzert und den Pianisten erfahren.

Dies bedeutet, daß nunmehr nur noch einige wenige Werke Rotts auf ihre Uraufführung warten.

4 . Rückblick in Kürze

Die insgesamt sechs Aufführungen der 1. Symphonie E-Dur der Neuen Philharmonie Westfalen unter Johannes Wildner (in Gelsenkirchen, Kamen, Papenburg, Recklinghausen und Dortmund) im März kamen sowohl beim Publikum als auch bei der Kritik sehr gut an.

Auch die fünf Aufführungen der Symphonie für Streichorchester As-Dur in Schweden waren erfolgreich. Die Interpretation des Huaröds Kammarorkester unter Mats Rondin soll sehr interessant gewesen sein.

5 . Ausblick

In wenigen Tagen wird das NDR Sinfonieorchester unter der Leitung von Alan Gilbert die 1. Symphonie E-Dur dreimal in Norddeutschland (Hamburg, Kiel und Lübeck) spielen. Das Hamburger Konzert wird am 16. Mai 2005 in NDR Kultur ausgestrahlt.

Am 16. August 2005 werden Thomas Staudinger (Bariton) und Klaus Laczika (Klavier) Lieder von Hans Rott und anderen Komponisten in St. Florian aufführen.

Am 27. Oktober 2005 wird Erwin Horn, Vizepräsident der Internationalen Hans Rott Gesellschaft, in St. Moritz/Schweiz einen Vortrag über Hans Rott mit dem Titel "Der Wahnsinnige und seine Symphonie" halten.

Die ursprünglich für den 17. April 2005 vorgesehene Aufführung der 1. Symphonie E-Dur in Kassel (Orchester des Staatstheaters Kassel unter der Leitung von Rasmus Baumann) wurde kurzfristig verschoben. Sie wird am 6. Februar 2006 stattfinden.

Gut ein Jahr nach der Asien-Premiere wird Tokio erneut eine Aufführung der 1. Symphonie E-Dur erleben: Am 16. Februar 2006 wird Christian Arming die New Japan Philharmonic dirigieren.

Am 10. und 11. Juni 2006 werden in Berlin erstmals gleich zwei Orchesterwerke Rott im Rahmen eines einzigen Konzertes erklingen: Das Berliner Sinfonie-Orchester unter Sebastian Weigle wird vor der 1. Symphonie E-Dur das Vorspiel zu "Julius Cäsar" spielen.

Genauere Angaben finden Sie wie immer unter www.hans-rott.de/aktuell.htm.

Vielen Dank für Ihr Interesse.

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